Was sind meine Gründe mich als Psychoanalytiker in der AfD zu engagieren?

Was sind meine Gründe mich als Psychoanalytiker in der AfD zu engagieren?

Ursprünglich, und einige Zeit vor Beginn der Flüchtlingskrise, bin ich in die AfD eingetreten, da ich den Eindruck hatte, dass die anderen Parteien keine Bereitschaft zeigten, eine legale Politik in der Euro Krise durchzusetzen.

Ich hatte in diesem Zusammenhang insbesondere den Eindruck, dass zunehmend andere Meinungen im politischen Diskurs und insbesondere auch in der Presse keinen Raum fanden, dass zunehmend von Alternativlosigkeit gesprochen wurde und die Gewaltenteilung, was Regierung, Gesetzgebung, Gerichte und Presse bzw. Fernsehen betrifft, zunehmend weniger funktionierte.

Im Zusammenhang mit der Masseneinwanderung im Jahr 2015 schienen sich diese Phänomene noch zu verstärken. Ein großzügiger Umgang mit den gestrandeten Zuwanderern insbesondere in Ungarn erschien mir dabei weniger problematisch als die Kommunikation und Begründung der Dinge, die sich im Gefolge abspielten. Ich fand es unerträglich, dass die Medien wie auch die Regierung mit großem Druck Realitäten in einer Weise verzerrten, dass kaum mehr ein Gespräch möglich war. Wer auf die gesetzlichen Regeln hinwies, wurde leicht in die Naziecke gestellt. Im Parteienspektrum war außer der AfD keine Möglichkeit dem Einhalt zu gebieten.

Als Psychoanalytiker liegt mir der freie Diskurs, die freie Meinungsäußerung, das angstfreie miteinander Reden natürlich sehr am Herzen. Ich bin mir schon im klaren, dass die freie Rede besonders in Deutschland gewisse Grenzen haben muss. Ich habe auch den Eindruck, dass unsere Gesetze und auch unsere Rechtsprechung in diesem Zusammenhang recht gut sind. Aber das Maß an „nicht zuhören“, „nicht verstehen wollen“ und „Verweigerung sich auf die Gedanken des anderen einzulassen“, das in diesem Zusammenhang entstanden ist, machte mich sehr um unsere Demokratie besorgt. Ich meine alleine die Lage des freien Diskurses in Deutschland würde schon die Gründung einer Partei wie der AfD notwendig machen. Hoffnung machen mir in dieser Hinsicht zahlreiche Medien, die aus dieser Welt der Alternativlosigkeit ausgebrochen sind: Hendrik Broder, Cicero, die Neue Zürcher Zeitung aber auch zunehmend einzelne Autoren im Spiegel, der FAZ und  in unseren lokalen Zeitungen.

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