Was will Frau Merkel ?

Den 13.6.2018

Was will Frau Merkel?

Will sie Deutschland abschaffen?

Einige anstrengende Überlegungen.

Wenn man derzeit die Nachrichten verfolgt, hat man den Eindruck, dass es wirklich einen Meinungsdissens zwischen Merkel und Seehofer gibt. Seehofer scheint wirklich eine gewisse Grenzkontrolle aufbauen zu wollen, Frau Merkel scheint ihn daran wirklich zu hindern. Seehofer scheint sich nicht einmal mit dem Wunsch, an der Grenze Fingerabdrücke zu überprüfen und diejenigen, die bereits in einem anderen Land als Asylbewerber registriert sind, auf dieses Land zu verweisen, durchsetzen zu können, obwohl diese minimale Einschränkung der Durchlässigkeit der Grenzen niemand an einer ein Wanderung nach Deutschland hindern würde.

Welcher Wunsch bei Frau Merkel steckt hinter dieser offensichtlich illegalen Aufgabe der Grenzkontrolle? Ich denke, man kann sich zwei Gründe vorstellen: Entweder sie findet den Gedanken, dass tatsächlich Menschen an der Grenze abgewiesen werden, so schlimm, dass sie das in jedem Fall vermeiden will, oder sie hat eine Vision eines multikulturell multiethnischen Staates auf deutschem Boden.

Die erste, eher humanitäre Motivation erscheint mir unwahrscheinlich. Die Vorstellung langfristig jeden nach Deutschland einwandern zu lassen, der das gerne will und das Geld für die Schlepper aufbringt, ist schon wegen des zu erwartenden Widerstands der Nachbarstaaten kaum realistisch. Es gibt hunderte von Millionen von Menschen, die, wenn sie sich eine Hoffnung darauf machen würden, gerne in unser Sozialsystem einwandern würden. Die hässlichen Bilder, die die Menschen, die unbedingt die Grenze überschreiten wollen bieten, würden sind durch offene Grenzen nicht langfristig vermeidbar.

Anders sieht es mit der Vision eines multikulturell multiethnischen Staates aus. Als ich als 14-jähriger zum ersten Mal Anne Franks Tagebuch gelesen habe, war mein erster Gedanke auch, Deutschland sollte aus Reue aus der Welt verschwinden. Dieser Gedanke ist mir seither in meiner Umgebung oft begegnet. Das Foto aus der Zeitung, Claudia Roth vor einem Plakat „Deutschland verrecke“ illustriert dieses Phänomen. In weniger auffälliger Form tritt dieses Phänomen zum Beispiel in Überlegungen, Deutschlands solle in einem vereinten Europa aufgehen, auf. Frau Merkel ist in der DDR aufgewachsen und sozialisiert worden. Eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus war dort schon deswegen nicht möglich, da die Ähnlichkeit der beiden Regime sonst nicht zu übersehen gewesen wäre. Ich glaube Frau Merkel ist mit ihrer Auseinandersetzung mit den Gräueln des Nationalsozialismus ungefähr so weit, wie ich damals mit 14 war. Das Grauen und die Empörung steckt in ihr, die sucht nach einer Möglichkeit selbst zu diesem Bösen keine Verbindung zu haben und meint sie gefunden zu haben in einer Vorstellung Deutschland auslöschen zu wollen. Ob das für Deutschland, die Deutschen, die Welt oder die Länder, aus denen die potentiellen Einwanderer stammen, in irgendeiner Weise gut ist, scheint bei dieser überwertigen Idee keine Rolle zu spielen.

Dies ist natürlich kein individuelles Problem von Frau Merkel. Nach den neuesten Umfragen wollen ungefähr 50 % der deutschen Grenzkontrollen, 30 % wollen keine. Wir sind in dieser Hinsicht ein gespaltenes Land. Da viele mächtige Institutionen wie Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Medien und Gerichte eher zu den offenen Grenzen tendieren, kann eine Forderung nach einem konsequenteren Grenzregime nur Erfolg haben, wenn es uns gelingt, mit möglichst vielen Menschen über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Das würde auch heißen, dass wir diese Menschen dort abholen müssten, wo sie sind, nämlich bei dem latenten Gedanken, dass nach den Gräueln des Nationalsozialismus, Deutschland eigentlich verschwinden sollte.

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