Verlauf der Auseinandersetzung aus meiner Sicht

Der Verlauf aus meiner Sicht (Stand 8. Juni 2018)

Als im April 2018 meine AfD Mitgliedschaft und mein Amt als Schatzmeister der Gießener AfD bekannt wurde, brach im Verteiler des Gießener psychoanalytischen Instituts ein heftiger Sturm der Empörung aus. Mein Ausschluss oder mein freiwilliger Rückzug wurde gefordert. Meine inhaltlichen Einlassungen sowie einige nachdenklichere Einlassungen von anderen Mitgliedern wurden ignoriert. (Den Briefwechsel habe ich in anonymisierter Form bei den Dokumenten zugänglich gemacht)

Es gab einige persönliche Gespräche: eines mit einem Mitglied mit dem ich schon seit ca. 40 Jahren persönlich befreundet bin, eines in meinem Chor in dem der Partner eines Mitglieds über die Vorgänge informiert war und eines in meiner psychoanalytischen Filmgruppe in der wir seit ca. 15 Jahren zusammen öffentlich Filme gezeigt und besprochen hatten.

Es ist natürlich schwierig einen gemeinsamen Nenner all dieser Gespräche zu finden, obwohl sie sich durchaus ähnelten.

 

Oft war es schwierig das Thema klar im Auge zu behalten. Geht es darum, dass einzelne Mitglieder oder Funktionsträger der AfD problematische Dinge gesagt haben? Geht es um meine politischen Vorstellungen? Welche politischen Meinungen sind für Mitglieder eines psychoanalytischen Institutes tragbar? Welche Mitgliedschaften in Organisationen sind für Mitglieder eines psychoanalytischen Institutes tragbar? Wäre es tragbar, wenn ein Mitglied zwar auch Mitglied einer nicht tragbaren Organisation wäre, ihm selbst aber keine anstößigen Meinungen zu unterstellen wären?

In den Gesprächen wechselten diese Fragen in einer Weise, die meines Erachtens verhinderte, dass wir uns auf den einen oder anderen Standpunkt einigen konnten und vielleicht die Anzahl der kontroversen Standpunkte hätten reduzieren können.

Die gruppendynamischen Überlegungen, die einige Mitglieder und ich gelegentlich anstellten verhallten ohne aufgenommen zu werden. Diejenigen, die solche nachdenklichere Überlegungen eingebracht hatten, versuchten auch nicht diese eindringlicher ins Bewusstsein zu bringen. Es ging um Überlegungen zu der Frage, ob es bei der ganzen Sache wirklich nur um Heinrich Schimpf geht, ob vielleicht andere so ähnlich denken, ob es so wichtig ist wenn Heinrich Schimpf so denkt und wenn ja warum das so wichtig ist, besonders wenn man betrachtet, dass ich in den letzten zehn Jahren, seit der Geburt meiner Zwillinge am Institut so gut wie nicht aufgetaucht war.

Da die Auseinandersetzungen im Institut Jahr über einen Verteiler mit ca. 150-200 Personen geführt wurden, waren sie bald in Gießen und Umgebung relativ bekannt. Es gab mehrere recht nachdenkliche Zeitungsartikel, zu denen ich auch interviewt worden war. Auch wurde ein kurzes Interview im hessischen Rundfunk gesendet. Zunehmend gab es auch nachdenklichere Briefe zum Teil von Kollegen außerhalb des Instituts oder von anderen Instituten. (Man kann diese in den Anlagen lesen).

Im Institut gab es weiterhin Forderungen nach meinem Ausschluss oder einem Verbot mich im Institut mit Veranstaltungen einzubringen. Eine Veranstaltung von ca. 100 Institutsmitgliedern mit mir in der Art einer Großgruppe habe ich an anderer Stelle versucht zu beschreiben. Meines Erachtens trug sie nicht zur Klärung bei. Derzeit (Juni 2018) wird erwogen, ob vielleicht eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema gegründet werden sollte. Mit dieser Seite möchte ich eine Möglichkeit bieten die unterschiedlichen Meinungen zu diskutieren und ich würde mir wünschen, dass auch diejenigen, die meinen meine Mitgliedschaft und Aktivität in der AfD sei mit einer psychoanalytischen Haltung nicht vereinbar sich in diese Diskussion einbringen. Ich möchte ausdrücklich darum bitten, dass auch diejenigen die meinen Austritt oder mein Ausschluss fordern dies hier oder an anderer Stelle begründen und zur Diskussion stellen.

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